Wildschäden im Wald – muss das sein?

Seit vielen Jahren weisen „waldbauliche Gutachten“ in weiten Teilen des Kreises Ahrweiler auf stark überhöhte Wildbestände und in der Folge auf extreme Wildschäden im Wald hin. Der Waldbauverein Ahrweiler und die Forstämter Adenau und Ahrweiler stimmen darin überein, dass die Erhaltung eines artenreichen und gesunden Wildbestandes daher zwingend mit den Interessen des Waldes und der Waldbesitzer in Einklang gebracht werden muss.

Auf der Suche nach Lösungen des Problems hatten Waldbauverein und Forstamt Adenau, unter Leitung von Geschäftsführer Bernd Schiffarth und Forstamtsleiter Winand Schmitz, zu einer gemeinsamen Exkursion ins Forstamt Prüm eingeladen, um dort das Zusammenspiel zwischen den verschiedenen Formen der Jagdbewirtschaftung und den dadurch neu gewonnenen waldbaulichen Möglichkeiten kennenzulernen.

Forstdirektor Peter Wind, Leiter des Prümer Forstamtes, Revierleiter Rafael Meis, sowie Ortsbürgermeister und Vertreter der Gemeinde Gondenbrett, führten die 42 Teilnehmer aus dem Kreis Ahrweiler daraufhin durch ihren Gemeindewald. Hier war es gelungen, durch Verzicht auf die klassische Jagdverpachtung und die Vergabe von jeweils einjährigen entgeltlichen Jagderlaubnisscheinen, sowie einer Erhöhung der Abschusszahlen, den Wildbestand auf wald- und umweltverträgliche 2 bis 3 Stück Rotwild je 100 Hektar zu reduzieren.

Gleichzeitig ließ sich durch Auflichtung der Buchen- und Eichenmischbestände eine prächtige Naturverjüngung erzielen, die eine Pflanzung mit vergleichsweise hohen Kosten von mindestens 10.000 Euro pro Hektar überflüssig macht und die späteren Kosten für Forstschutzmaßnahmen drastisch senkt.

Revierleiter Reimund Köhl führte im Anschluss durch den Staatswald Wascheid und zeigte an praktischen Beispielen die große Palette waldbaulicher Möglichkeiten unter der Voraussetzung reduzierter und ökosystemverträglicher Wildbestände. Die an der Lehrfahrt teilnehmenden Ortsbürgermeister, Jagdvorstände, Mitglieder des Waldbauvereins und Privatwaldbetreuer des Forstamtes zeigten sich beeindruckt von den Erfolgen einer konsequenten Wildbewirtschaftung im Forstamt Prüm und ließen die Exkursion bei einem Imbiss an einer Waldhütte, zu dem die Freunde aus der Westeifel eingeladen hatten, ausklingen.

Spessart – Informationsfahrten 2017 des Waldbauvereins Ahrweiler

Die Informationsfahrten 2017 des Waldbauvereins Ahrweiler führen im nächsten Jahr in die Region rund um die Gemeinde Heimbuchenthal im Spessart. Die erste Lehrfahrt ist in der Zeit vom 03. bis 10. September 2017 geplant. Wegen der erwartet starken Nachfrage bieten wir eine weitere Fahrt in der Zeit vom 24. September bis 01. Oktober 2017 mit gleichem Programm an. Auf dem vorläufigen Reiseplan stehen u.a. die Stadt und Burg Wertheim, der Besuch eines Säge – und Furnierwerks in Lohr am Main, das Forstrevier Alzenau mit der Bewirtschaftung von Kiefernbeständen, ein Besuch der Stadt Aschaffenburg mit Schloss, Schlossgärten und Pompejanum, eine Exkursion im Forstbetrieb Rothenbuch der Bayerischen Staatsforsten mit den berühmten Spessart-Eichen, der Besuch eines Weinbaubetriebes in Bürgstadt und eine Besichtigung von Schloss Mespelbrunn sowie dem Hohe-Wart-Haus, besser bekannt als “Wirtshaus im Spessart“. Informationen vom und Anmeldungen bitte schriftlich an den Waldbauverein Ahrweiler e.V.,
Bahnhofstrasse 39, 53518 Adenau
oder Mail: verwaltung@waldbauverein-aw.de,
Tel.: 02691 – 938968 oder 02691 – 2773
Fax: 02691 – 938969.
Bitte geben sie bei ihrer Anmeldung den gewünschten Zeitraum und ihre vollständige Adresse sowie die Anschrift der Mitreisenden an. Nichtmitglieder und Gäste sind bei uns stets herzlich willkommen!


Veranstaltungshinweise des Waldbauvereins für 2017

Freitag, den 05. Mai 2017 um 17.00 Uhr
Wald- und forstkundliche Wanderung in der „Hüstert“ / Adenau für Jedermann. Treffpunkt: „Haus des Waldes“, Bahnhofstrasse 39 in Adenau Veranstalter: Waldbauverein Ahrweiler, mit dem Forstamt Adenau, der Stadtbücherei und dem Verein für Heimatpflege Adenau.

Samstag, den 02. September 2017, ganztägig
„Tag des Ehrenamtes“ im Boulevard des Nürburgrings / Nürburg, mit einem Informations- und Beratungsstand des Waldbauverein Ahrweiler e.V.

Samstag, den 28. Oktober 2017, 14.00 Uhr (intern), ab 15.00 Uhr (öffentlich)
„Jahreshauptversammlung“ des Waldbauverein Ahrweiler e.V. in der DüNaLü-Halle in Dümpelfeld.



Rückbau von Kulturgattern

Aus gegebenem Anlass weisen wir nochmals darauf hin, dass Gatter zum Schutz von Aufforstungen entfernt werden müssen, wenn nach Jahren der Schutzzweck erreicht ist und die Forstkultur eine entsprechende Höhe erreicht hat. Bitte beachten Sie dies und entgehen Sie so einem möglichen Ordnungswidrigkeitsverfahren.