Nachhaltigkeitsprämie/Bundeswaldprämie

Die Bundesregierung unterstützt die Waldbesitzer mit 500 Millionen Euro aus dem Corona-Konjunkturpaket beim Erhalt der Wälder und deren nachhaltiger Bewirtschaftung. Voraussetzung für den Erhalt der Prämie von 100 € bis 120 € je Hektar (ha) ist eine Mindestwaldfläche von 1 ha sowie ein Nachhaltigkeitszertifikat nach PEFC oder FSC. Die Mitglieder des Waldbauverein Ahrweiler e.V. sind durch die Teilnahme an der PEFC-Gruppenzertifizierung des Waldbauvereins berechtigt das Zertifikat zu tragen. Förderfähig ist die Waldfläche, für die Beiträge bei der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft (SVLFG) gezahlt werden und für die das Nachhaltigkeitszertifikat vorliegt, also die beim Waldbauverein gemeldete Mitgliedsfläche. Sollte die bei uns gemeldete Fläche nicht aktuell sein, können wir diese kurzfristig aktualisieren, der Mitgliedsbeitrag würde für das Jahr 2021 entsprechend angepasst. Wer noch kein Mitglied ist, kann dies zur Erlangung der Prämie bis September 2021 nachholen. Die Prämie kann nur online auf der Internetseite http://www.bundeswaldpraemie.de/ beantragt werden. Für die abschließende Bearbeitung der Anträge müssen Sie dann noch verschiedene Dokumente einreichen. Das PEFC-Zertifikat und die PEFC- Rechnung finden Sie als Download hier auf unserer Homepage. Fall Sie einen Mitgliedsnachweis mit Ihrer Mitgliedsnummer und Mitgliedsfläche benötigen, senden Sie uns bitte eine E-Mail an: verwaltung@waldbauverein-aw.de wir werden Ihnen den entsprechenden Nachweis dann per E-Mail zusenden. Auf Grund der hohen Zahl der zu erwartenden Anfragen, kann dies eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen, wir bitten um Ihr Verständnis.

PEFC Urkunde

Prämie richtig beantragen

Befall von Borkenkäfer

Vollmacht zu Leistungen im Privatwald bezüglich des aktuellen Borkenkäferbefalls.

Weitere Informationen zu Borkenkäfer finden Sie unter folgendem Link:
bit.ly/2oVgrAM

Rückbau von Kulturgattern

Aus gegebenem Anlass weisen wir nochmals darauf hin, dass Gatter zum Schutz von Aufforstungen entfernt werden müssen, wenn nach Jahren der Schutzzweck erreicht ist und die Forstkultur eine entsprechende Höhe erreicht hat. Bitte beachten Sie dies und entgehen Sie so einem möglichen Ordnungswidrigkeitsverfahren.


Planfeststellungsverfahren Bundesautobahn A1 – Abschnitt Kelberg bis Abschnitt Adenau

Nachdem in NRW ein Konsens für den Abschnitt Lommersdorf – Adenau gefunden wurde, kommt es nunmehr zu der Offenlage des Planfeststellungsverfahrens für den Abschnitt Kelberg – Adenau.

Seit dem 23. Juli liegen die Pläne in den Verbandsgemeindeverwaltungen Adenau, Kelberg, Daun, Hillesheim und Blankenheim aus.

Eventuelle Einwände müssen bis zum 24.09.2018 eingereicht werden. Der Waldbauverein Ahrweiler bittet alle Mitglieder und Privatwaldbesitzer in den Gemarkungen Nohn, Senscheid, Trierscheid, Dankerath und Hoffeld, sich darüber zu informieren, ob ihr Waldbesitz mit Ausgleichsmaßnahmen überplant wurde.

Weitere Informationen sind unter folgenden Links erhältlich:
www.a1-lueckenschluss.de/index.php
pfv.lbm-rlp.org/de/planfeststellungsverfahren/bab/a1-adenau-kelberg/


Aufgrund der aktuellen Lage – Corona – führen wir rein vorsorglich derzeit keine weiteren Motorsägenlehrgänge mehr durch. Sobald es die Situation wieder zulässt, werden wir die neuen Termine frühzeitig auf unserer Internetseite einstellen.

Musterjagdpachtvertrag als Download

In diesem Zusammenhang weisen wir noch einmal auf die Termine zur Anmeldung von Wildschäden hin. Meldetermine sind der 01. Mai und der 01. Oktober eines jeden Jahres!


Wildschäden im Wald – muss das sein?

Seit vielen Jahren weisen „waldbauliche Gutachten“ in weiten Teilen des Kreises Ahrweiler auf stark überhöhte Wildbestände und in der Folge auf extreme Wildschäden im Wald hin. Der Waldbauverein Ahrweiler und die Forstämter Adenau und Ahrweiler stimmen darin überein, dass die Erhaltung eines artenreichen und gesunden Wildbestandes daher zwingend mit den Interessen des Waldes und der Waldbesitzer in Einklang gebracht werden muss.

Auf der Suche nach Lösungen des Problems hatten Waldbauverein und Forstamt Adenau, unter Leitung von Geschäftsführer Bernd Schiffarth und Forstamtsleiter Winand Schmitz, zu einer gemeinsamen Exkursion ins Forstamt Prüm eingeladen, um dort das Zusammenspiel zwischen den verschiedenen Formen der Jagdbewirtschaftung und den dadurch neu gewonnenen waldbaulichen Möglichkeiten kennenzulernen.

Forstdirektor Peter Wind, Leiter des Prümer Forstamtes, Revierleiter Rafael Meis, sowie Ortsbürgermeister und Vertreter der Gemeinde Gondenbrett, führten die 42 Teilnehmer aus dem Kreis Ahrweiler daraufhin durch ihren Gemeindewald. Hier war es gelungen, durch Verzicht auf die klassische Jagdverpachtung und die Vergabe von jeweils einjährigen entgeltlichen Jagderlaubnisscheinen, sowie einer Erhöhung der Abschusszahlen, den Wildbestand auf wald- und umweltverträgliche 2 bis 3 Stück Rotwild je 100 Hektar zu reduzieren.

Gleichzeitig ließ sich durch Auflichtung der Buchen- und Eichenmischbestände eine prächtige Naturverjüngung erzielen, die eine Pflanzung mit vergleichsweise hohen Kosten von mindestens 10.000 Euro pro Hektar überflüssig macht und die späteren Kosten für Forstschutzmaßnahmen drastisch senkt.

Revierleiter Reimund Köhl führte im Anschluss durch den Staatswald Wascheid und zeigte an praktischen Beispielen die große Palette waldbaulicher Möglichkeiten unter der Voraussetzung reduzierter und ökosystemverträglicher Wildbestände. Die an der Lehrfahrt teilnehmenden Ortsbürgermeister, Jagdvorstände, Mitglieder des Waldbauvereins und Privatwaldbetreuer des Forstamtes zeigten sich beeindruckt von den Erfolgen einer konsequenten Wildbewirtschaftung im Forstamt Prüm und ließen die Exkursion bei einem Imbiss an einer Waldhütte, zu dem die Freunde aus der Westeifel eingeladen hatten, ausklingen.