Motorsägenlehrgänge

Im Frühjahr 2018 bietet der Waldbauverein Ahrweiler folgende Motorsägenlehrgänge an:

Motorsägengrundlehrgänge am liegenden und stehenden Holz.

Freitag, 09. März und Samstag, 10. März 2018
Freitag, 16. März und Samstag, 17. März 2018

Die Lehrgänge beginnen jeweils um 09.00 Uhr im Haus des Waldes, Bahnhofstrasse 39, 53518 Adenau.

Anmeldungen ab sofort unter:
Tel.: 02691 – 938968
Fax: 02691 – 938969
E-Mail: verwaltung@waldbauverein-aw.de
oder schriftlich an den Waldbauverein Ahrweiler, Bahnhofstrasse 39, 53518 Adenau.


Waldbauverein Ahrweiler beim „Tag des Ehrenamtes“ der Verbandsgemeinde Adenau

Am 02. September dieses Jahres fand erstmalig ein „Tag des Ehrenamtes“ im Nürburgring-Boulevard statt.

Mehr als 40 Vereine und Verbände hatten die Gelegenheit, ihre Arbeit einem breiten Publikum näher zu bringen.

In einer kleinen Ausstellung zeigte der Waldbauverein Ahrweiler Fotos von seiner täglichen Arbeit im Kleinprivatwald aus den Bereichen Holzeinschlag und Rücken, Pflanzung, Jungbestandspflege, Bodenschutzkalkung, Ausbildung an der Motorsäge und vieles mehr.

In einem eigenen Stand informierten darüber hinaus Mitglieder des Vorstandes, der Geschäftsführung und die Privatwald-Betreuungsbeamten über die Arbeit des Waldbauvereins Ahrweiler.


Waldbauverein Ahrweiler zu Gast im Spessart

Zwei einwöchige Lehrfahrten führten die 41 Teilnehmer des Waldbauvereins Ahrweiler unter Leitung von Geschäftsführer Bernd Schiffarth und Andreas Michel vom Forstamt Adenau in den Spessart, rund um Heimbuchenthal und Schloss Mespelbrunn. Auf dem Reiseplan standen u.a. ein Besuch der Stadt und der Burg Wertheim, die Führung durch ein großes Furnierwerk in Lohr am Main und durch das dortige Spessart-Museum.

Es folgten ein Rundgang durch das „Pompejanum“ und den angrenzenden Garten des Aschaffenburger Schloss Johannisburg, eine Führung in Bürgstadt und Miltenberg mit Besuch der Churfranken-Vinothek, sowie eine Besichtigung von Schloss Mespelbrunn, bekannt aus dem Film „Das Wirtshaus im Spessart“.

Auch der forstliche Aspekt der Lehrfahrt kam nicht zu kurz. Exkursionen im Gemeindewald Alzenau und im Staatl. Forstrevier Rothenbuch informierten über die Bewirtschaftung der Kiefer und die Pflege der Jahrhundertealten Eichen-Furnierholzbestände auf den Buntsandsteinböden des Spessarts. Begleitet wurde die Informationsfahrt durch die Klänge der nächtlichen Brunft der zahlreichen Spessarthirsche.


Veranstaltungshinweise des Waldbauvereins für 2017

Freitag, den 05. Mai 2017 um 17.00 Uhr
Wald- und forstkundliche Wanderung in der „Hüstert“ / Adenau für Jedermann. Treffpunkt: „Haus des Waldes“, Bahnhofstrasse 39 in Adenau Veranstalter: Waldbauverein Ahrweiler, mit dem Forstamt Adenau, der Stadtbücherei und dem Verein für Heimatpflege Adenau.

Samstag, den 02. September 2017, ganztägig
„Tag des Ehrenamtes“ im Boulevard des Nürburgrings / Nürburg, mit einem Informations- und Beratungsstand des Waldbauverein Ahrweiler e.V.

Samstag, den 28. Oktober 2017, 14.00 Uhr (intern), ab 15.00 Uhr (öffentlich)
„Jahreshauptversammlung“ des Waldbauverein Ahrweiler e.V. in der DüNaLü-Halle in Dümpelfeld.



Rückbau von Kulturgattern

Aus gegebenem Anlass weisen wir nochmals darauf hin, dass Gatter zum Schutz von Aufforstungen entfernt werden müssen, wenn nach Jahren der Schutzzweck erreicht ist und die Forstkultur eine entsprechende Höhe erreicht hat. Bitte beachten Sie dies und entgehen Sie so einem möglichen Ordnungswidrigkeitsverfahren.


Pflanzenbestellung 2018

Wir bitten alle Mitglieder die Frühjahrs – Pflanzenbestellungen bis spätestens zum
23. Februar 2018
beim Waldbauverein, den Vertrauensleuten vor Ort, oder bei ihren Betreuungsbeamten abzugeben, damit die Bestellungen rechtzeitig erfolgen können.

Eine Förderung der Erstaufforstung ist auch im kommenden Jahr leider nicht möglich.


Mitgliederversammlung 2017 des Waldbauverein Ahrweiler e.V.

Zur Hauptversammlung am 28. Oktober 2017 konnte der Vorsitzende, Albrecht Freiherr von Boeselager neben den Mitgliedern auch zahlreiche Gäste in der Gemeindehalle in Dümpelfeld begrüßen.

Unter den 80 Teilnehmern war der Abgeordnete des Rheinland-Pfälzischen Landtages, Herr Horst Gies, weiterhin die Herren Dr. Stefan Göbel vom Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten, Dr. Wolfgang Schuh, Geschäftsführer des Waldbesitzerverband Rheinland-Pfalz, Ltd. Forstdirektor Frank Ridderbusch, Zentralstelle der Forstverwaltung, sowie die Leiter der Forstämter Adenau und Hillesheim.

In seiner Begrüßung ging der Vorsitzende auf aktuelle Themen, insbesondere auf das laufende Kartellverfahren und die bevorstehenden Änderungen bei der Holzvermarktung, sowie die Übernahme der vor- und nachgelagerten Tätigkeiten durch Bedienstete der staatl. Forstämter ein.

Bei der Zuweisung zu den neuen Holzverkaufsstellen darf es nicht zu einer Aufteilung des Kreises Ahrweiler in die Bereiche FA Adenau und FA Ahrweiler kommen, sondern beide Bereiche müssen zu einer Verkaufsstelle gehören, so die Forderung der Versammlung.

Darüber hinaus berichtete der Vorsitzende über das z.Zt. Sorge bereitende Sterben junger Douglasien.

Horst Gies, MdL, Dr. Stefan Göbel und Dr. Wolfgang Schuh vertieften in ihren Grußworten insbesondere die Themen Erhalt des Gemeinschaftsforstamtes, Kartellverfahren und dessen mögliche Auswirkungen und lobten in diesem Zusammenhang die stets gute,offene und kooperative Zusammenarbeit mit dem Waldbauverein Ahrweiler.

Ltd. Forstdirektor Hartmut König spannte in seinem interessanten und kurzweiligen Vortrag „Vom Sinn der Holznutzung – ökonomisch, gesellschaftlich, ökologisch“ einen weiten Bogen von der Bedeutung der Holznutzung für unsere Gesellschaft mit Blick auf den Erholungswert eines intakten und nutzbaren Waldes, über die volkswirtschaftliche und ökonomische Bedeutung im Hinblick auf mehr als 50.000 Arbeitsplätze im Cluster Holz und Forst in den ländlichen Regionen von Rheinland-Pfalz, bis hin zu den ökologischen Aspekten wie dem Umbau von reinen Nadelholz- in stabilere Mischwaldbestände.
Fazit: Wer Holz nutzt, schützt auch das Klima!

Andreas Zedler, Privatwaldbetreuer beim FA Adenau, ging in seinem Beitrag auf die Ursachen der derzeit auftretenden Erkrankungen bei jungen Douglasien ein. Verantwortlich ist ein Pilzbefall, verbunden mit den Schädigungen durch die Douglasien – Gallmücke.

Zufrieden zeigten sich die Waldbesitzer mit dem Angebot der Holzmobilisierung in den Bewirtschaftungsblöcken. Aus dem Holzeinschlag von 6.600 Festmetern in 2016 konnte ein Durchschnittsreinerlös von 34,00 Euro je Festmeter an die Kleinprivatwaldbesitzer ausgezahlt werden.

Im internen Teil der Mitgliederversammlung verabschiedete und dankte der Vorsitzende Albrecht Freiherr von Boeselager Herrn Herbert Pauly, der seit 23 Jahren als einer der beiden ehrenamtlichen Rechnungsprüfer des Waldbauvereins fungierte.

Als Nachfolger wurde Günter Rodarius aus Müllenbach neben Ludwig Cossmann aus Mayschoß einstimmig gewählt.


Wildschäden im Wald – muss das sein?

Seit vielen Jahren weisen „waldbauliche Gutachten“ in weiten Teilen des Kreises Ahrweiler auf stark überhöhte Wildbestände und in der Folge auf extreme Wildschäden im Wald hin. Der Waldbauverein Ahrweiler und die Forstämter Adenau und Ahrweiler stimmen darin überein, dass die Erhaltung eines artenreichen und gesunden Wildbestandes daher zwingend mit den Interessen des Waldes und der Waldbesitzer in Einklang gebracht werden muss.

Auf der Suche nach Lösungen des Problems hatten Waldbauverein und Forstamt Adenau, unter Leitung von Geschäftsführer Bernd Schiffarth und Forstamtsleiter Winand Schmitz, zu einer gemeinsamen Exkursion ins Forstamt Prüm eingeladen, um dort das Zusammenspiel zwischen den verschiedenen Formen der Jagdbewirtschaftung und den dadurch neu gewonnenen waldbaulichen Möglichkeiten kennenzulernen.

Forstdirektor Peter Wind, Leiter des Prümer Forstamtes, Revierleiter Rafael Meis, sowie Ortsbürgermeister und Vertreter der Gemeinde Gondenbrett, führten die 42 Teilnehmer aus dem Kreis Ahrweiler daraufhin durch ihren Gemeindewald. Hier war es gelungen, durch Verzicht auf die klassische Jagdverpachtung und die Vergabe von jeweils einjährigen entgeltlichen Jagderlaubnisscheinen, sowie einer Erhöhung der Abschusszahlen, den Wildbestand auf wald- und umweltverträgliche 2 bis 3 Stück Rotwild je 100 Hektar zu reduzieren.

Gleichzeitig ließ sich durch Auflichtung der Buchen- und Eichenmischbestände eine prächtige Naturverjüngung erzielen, die eine Pflanzung mit vergleichsweise hohen Kosten von mindestens 10.000 Euro pro Hektar überflüssig macht und die späteren Kosten für Forstschutzmaßnahmen drastisch senkt.

Revierleiter Reimund Köhl führte im Anschluss durch den Staatswald Wascheid und zeigte an praktischen Beispielen die große Palette waldbaulicher Möglichkeiten unter der Voraussetzung reduzierter und ökosystemverträglicher Wildbestände. Die an der Lehrfahrt teilnehmenden Ortsbürgermeister, Jagdvorstände, Mitglieder des Waldbauvereins und Privatwaldbetreuer des Forstamtes zeigten sich beeindruckt von den Erfolgen einer konsequenten Wildbewirtschaftung im Forstamt Prüm und ließen die Exkursion bei einem Imbiss an einer Waldhütte, zu dem die Freunde aus der Westeifel eingeladen hatten, ausklingen.